Häufig gestellte Fragen
Ein pH-Sensor ist ein Gerät zur Messung des pH-Wertes einer Flüssigkeit, d.h. des Grades ihrer Säure oder Alkalität. Sie sind in vielen Bereichen unverzichtbar und finden eine breite Anwendung in unterschiedlichsten Bereichen.
Ein Redox-Sensor, ist ein Gerät, das das Oxidations-Reduktions-Potenzial einer Flüssigkeit misst. Dieses Potenzial gibt Auskunft über die Fähigkeit einer wässrigen Lösung, Elektronen aufzunehmen oder abzugeben.
Bei all unseren Sensoren bzw. Elektroden handelt es sich um Produkte in Industriequalität, wodurch sie für zahlreiche Anwendungsbereiche und nahezu alle gängigen Dosieranlagen geeignet sind. Am häufigsten kommen unsere Produkte in der Schwimmbadmesstechnik, Abwasserbehandlung und Wasseraufbereitung zum Einsatz.
Bei unseren Sensoren bzw. Elektroden handelt es sich um hochwertige und zuverlässige Produkte, die in Deutschland handgefertigt werden und sich durch eine hohe Kompatibilität zum Austausch gegen andere Fabrikate auszeichnen.
Ob freies Chlor, Redox oder pH – Sensoren gibt es in vielen unterschiedlichen Ausführungen, Längen und Eigenschaften, mit und ohne Kabel. Da nicht jeder Sensor zu jeder Anlage passt, unterstützen wir Sie gerne dabei, den richtigen zu finden – egal ob klassische Chlordosierung oder Salzelektrolyse.
Sprechen Sie uns einfach per Chat, E-Mail oder Telefon an. Am besten helfen uns dabei ein Foto Ihres bisherigen Sensors sowie Ihrer Dosieranlage inklusive der genauen Bezeichnung – so können wir schnell und zuverlässig den passenden Ersatz für Sie finden.
Nein, leider nicht. Nicht jeder Redox-Sensor eignet sich gleichermaßen für klassische Chlor-Dosieranlagen und Salzelektrolyse-Systeme. Um eine präzise und korrekte Messung der Elektrode zu gewährleisten, muss der Sensor exakt auf Ihre Anlage abgestimmt sein.
Sie sind sich unsicher, welcher Sensor der richtige ist? Wir helfen Ihnen gerne weiter!
Schreiben Sie uns einfach eine kurze E-Mail. Am besten fügen Sie uns direkt folgendes bei:
Ein Foto deines bisherigen Sensors
Ein Foto oder die genaue Bezeichnung deiner Dosieranlage
Ggfs. ein Foto des bisher verwendeten Kabels bzw. des Anschlusses der die Dosieranlage mit dem entsprechenden Sensor verbindet
So finden wir gemeinsam garantiert das passende Modell!
Wir beliefern sowohl Privatkunden als auch Gewerbe-/Geschäftskunden.
Sensoren/Elektroden sind Verschleißteile, daher lässt sich keine pauschale Lebensdauer angeben. Grundsätzlich hält unsere "Long-Life"-Produktlinie durch einen zusätzlichen Salzvorrat länger.
Da es sich um empfindliche Messinstrumente handelt, können sie bei unsachgemäßer Handhabung (Lagerung, Kalibrierung, Reinigung, Einbau) schnell beschädigt und dauerhaft unbrauchbar gemacht werden.
Für Schäden durch unsachgemäße Handhabung besteht daher keine Gewährleistung.
1. Sichtprüfung vor dem Start
Pool, Leitungen, Pumpe und Dosieranlage auf Frostschäden, Risse oder undichte Stellen prüfen
Winterstopfen/Blindstopfen aus den Skimmern und Düsen entfernen
2. Pumpe & Filteranlage in Betrieb nehmen
Filterkessel öffnen, Filtermedium (Sand/Glas) auf Zustand prüfen, ggf. rückspülen
Pumpe entlüften und mit Wasser befüllen (Trockenlauf vermeiden!)
Kurz testlaufen lassen, auf Dichtigkeit und ungewöhnliche Geräusche achten
3. Wasserstand & Grundreinigung
Wasserstand auffüllen (Mitte Skimmer)
Pool grob absaugen/reinigen, damit die Wasserwerte nicht durch Schmutz verfälscht werden
4. Sensoren (pH/Redox) reinigen und kalibrieren
Elektroden aus der Messzelle/Halterung nehmen, vorsichtig mit klarem Wasser (ggf. spezieller Reinigungslösung) von Kalk- und Belagsresten befreien
Sichtprüfung: Risse, trockene/beschädigte Diaphragmen? → ggf. Sensor tauschen (Redox-/pH-Elektroden altern und sollten alle 1–2 Jahre erneuert werden)
Kalibrierung mit frischen Pufferlösungen durchführen (pH 7 und pH 10 bzw. Redox-Prüflösung, je nach Sensor)
Sensor wieder korrekt in die Messzelle einsetzen (Durchfluss sicherstellen – Redox/pH-Sensoren brauchen Wasserfluss, kein Stillstand)
5. Dosieranlage vorbereiten
Dosierschläuche bzw. Schlauchkits auf Versprödung/Risse prüfen (nach dem Winter häufig porös oder zugesetzt)
Ansaug- und Impfventile auf Funktion checken
Chemikalienbehälter (Chlor, pH-Minus/Plus) neu befüllen – alte Restbestände vom Vorjahr ggf. entsorgen, da Wirkstoffe mit der Zeit an Kraft verlieren
Dosierpumpe entlüften und Förderleistung/Kalibrierung prüfen (Handbuch-Werte)
6. Wasserwerte messen und einstellen
Erst pH-Wert einstellen (Zielbereich 7,0–7,4), danach Chlor/Redox
Cyanursäure-Wert prüfen, falls im letzten Jahr Tabletten verwendet wurden (siehe unser Gespräch – hoher CYA-Wert verfälscht die Redoxmessung)
Redoxsteuerung erst aktivieren, wenn pH stabil ist
7. System 24–48 h beobachten
Dosierverhalten, Sensorwerte und Wasserqualität in den ersten Tagen engmaschig kontrollieren, bevor man in den Automatikbetrieb voll vertraut
1. Sichtprüfung
Pool, Rohrleitungen, Pumpe, Salzelektrolyse-Zelle und Steuergerät auf Frostschäden, Risse und Undichtigkeiten prüfen
Winterstopfen aus Skimmern und Düsen entfernen
2. Pumpe und Filter starten
Filterkessel öffnen, Filtermedium prüfen und ggf. rückspülen
Pumpe entlüften, mit Wasser befüllen (nie trocken laufen lassen)
Testlauf: auf Dichtigkeit und Laufgeräusche achten
3. Wasserstand auffüllen und grobreinigen
Wasser bis Mitte Skimmer auffüllen
Pool absaugen/grob reinigen, damit die Wasserwerte später nicht verfälscht werden
4. Salzelektrolysezelle prüfen und reinigen
Zelle ausbauen bzw. öffnen
Titan-Elektroden auf Kalkablagerungen kontrollieren
Bei Verkalkung mit spezieller Reinigungslösung (meist verdünnte Salzsäure, laut Herstelleranleitung) reinigen
Elektroden auf Abnutzung/Verschleiß checken – nach mehreren Jahren müssen sie ersetzt werden
Zelle wieder korrekt einbauen, auf richtige Durchflussrichtung achten
Wichtig: Die Zelle NIE ohne Wasserzirkulation laufen lassen
5. Salzgehalt messen und einstellen
Mit Teststreifen, Tropftest oder digitalem Messgerät den Salzgehalt (meist 3–6 g/l) prüfen
Herstellerangabe für den Zielwert beachten (variiert je nach Anlage)
Fehlendes Salz nachfüllen (feines, reines Poolsalz ohne Zusätze, langsam über den Skimmer einrieseln lassen und zirkulieren)
6. pH-Sensor und ggf. Redox-Sensor reinigen und kalibrieren
Elektroden aus der Messzelle nehmen, vorsichtig mit klarem Wasser reinigen (Kalk-/Belagreste entfernen)
Auf Risse oder ausgetrocknete Membranen prüfen – bei Beschädigung Sensor tauschen (Elektroden altern und sollten alle 1–2 Jahre erneuert werden)
Mit frischen Kalibrierlösungen (pH 7 und pH 10, ggf. Redox-Prüflösung) kalibrieren
Sensor wieder in die Durchflusszelle einsetzen – braucht ständigen Wasserfluss, kein Stillstand
7. Steuergerät der Elektrolyseanlage prüfen
Firmware-Update checken, falls vorhanden
Zellenlaufzeit-Zähler/Wartungsanzeige zurücksetzen, falls fällig
Produktionsleistung (%) neu einstellen, meist niedrig starten und langsam hochregeln
8. Cyanursäure (Stabilisator) prüfen
CYA-Wert testen, auch bei Salzanlagen wichtig, da erzeugtes Chlor ebenfalls UV-Schutz benötigt
Cyanursäure baut sich nicht ab, reichert sich über Jahre an – bei zu hohem Wert Teilwasseraustausch machen
Nicht überdosieren; meist reicht eine einmalige Grundeinstellung zu Saisonbeginn
9. Wassertemperatur beachten
Elektrolysezellen produzieren meist erst zuverlässig ab ca. 15–18 °C Wassertemperatur
Bei noch kaltem Wasser im Frühjahr ggf. übergangsweise manuell nachchloren, bis die Zelle normal arbeitet
10. pH-Wert einstellen
Zielbereich 7,0–7,4 einstellen (pH-Minus/Plus), bevor die Elektrolyse und automatische Regelung dauerhaft läuft
11. System einige Tage beobachten
Chlorproduktion, pH-Wert und Salzgehalt in den ersten 1–2 Wochen engmaschig kontrollieren
Erst danach dem Automatikbetrieb voll vertrauen
pH-Wert
Zielbereich: 7,0 – 7,4 (optimal ca. 7,2)
Darunter: Wasser wird aggressiv, reizt Augen/Haut, greift Material an
Darüber: Chlor verliert stark an Wirkung, Kalkablagerungen (Trübung) nehmen zu
Redoxpotential (ORP)
Zielbereich: 650 – 750 mV
Ab ca. 650 mV gilt Wasser allgemein als hygienisch ausreichend desinfiziert
Öffentliche Bäder (DIN 19643) fordern oft mind. 750 mV
Wichtig: Nur aussagekräftig, wenn kein Cyanursäure im Wasser ist
Freies Chlor
Zielbereich: 0,3 – 0,6 mg/l (private Pools, DIN-Empfehlung für Deutschland)
Salzgehalt (bei Elektrolyse)
3.000 – 6.000 mg/l (herstellerabhängig)
Cyanursäure (falls verwendet)
max. 30–50 mg/l, idealerweise niedriger
Gesamtalkalität (Beschreibt die Fähigkeit des Wassers, den pH-Wert stabil auch bei Regen, Badegäst, Chemikalienzugabe stabil zu halten)
80 – 120 mg/l
Calciumhärte (Beschreibt den Kalkgehalt (gelöstes Calcium) im Wasser damit nicht zu Materialschäden auf Dauer kommt und Ihr Schwimmbadwasser nicht eintrübt)
200 – 400 mg/l
Hinweis: Zur Ermittlung von Messwerten wie dem Salzgehalt, Cyanursäure, Gesamtalkalität oder Calciumhärte reichen Teststreifen grundsätzlich aus. Für genauere Werte sind Tropftests oder ein digitales/photometrisches Messgerät (misst mehrere Werte automatisch per Wasserprobe) besser geeignet.
Wir bieten ein breites Sortiment an hochwertigen Elektroden und Sensoren für die präzise Messung von pH-Wert, Redoxpotenzial und freiem Chlor an.
Unsere Produkte zeichnen sich durch Zuverlässigkeit und attraktive Preise aus.
Die Dosieranlage vertraut blind den Sensorwerten – sie "sieht" den Pool nicht, sie sieht nur die Zahl, die der Sensor liefert. Ist der Sensor nicht kalibriert oder driftet mit der Zeit ab (Alterung, Ablagerungen), meldet er einen falschen Wert:
Zeigt zu niedrig an → Anlage dosiert zu viel Chlor/pH-Mittel nach → Verschwendung, Reizung von Haut/Augen, Materialschäden
Zeigt zu hoch an → Anlage dosiert zu wenig nach → unzureichende Desinfektion, Algenrisiko, Gesundheitsgefahr
Warum die Anlage das nicht von allein kann
Die Dosieranlage muss von Ihnen kalibriert werden, da sie keine unabhängige Möglichkeit hat zu wissen, was der "wahre" pH- oder Redoxwert im Pool gerade ist. Sie kann nur den Wert anzeigen/nutzen, den der Sensor liefert. Um zu erkennen, ob der Sensor richtig misst, braucht es eine externe Referenz – die Kalibrierlösung mit bekanntem, exaktem Wert (z. B. pH 7,00). Das ist ein manueller Vorgang, den nur du (mit den Kalibrierlösungen) durchführen kannst.
Was die Anlage übernimmt
Sie speichert den von dir eingegebenen Kalibrierwert
Manche moderne Steuergeräte erinnern/warnen automatisch, wenn die Kalibrierung fällig ist (zeitbasiert)
Manche zeigen eine "Sensor-Drift"-Warnung, wenn der Wert unplausibel schwankt – das ersetzt aber nicht die eigentliche Kalibrierung, sondern weist nur darauf hin
Praktisch heißt das für Sie
Kalibrierung: manuell, 1x im Monat bzw. laut Hersteller-Intervall, mit Kalibrierlösungen wie zuvor beschrieben
pH-Sensor kalibrieren
Elektrode aus der Messzelle nehmen, mit klarem Wasser abspülen
In Pufferlösung pH 7 tauchen, Wert am Steuergerät auf "7,00" einstellen/bestätigen
Elektrode abspülen, in Pufferlösung pH 10 (oder pH 4) tauchen, Wert entsprechend einstellen/bestätigen
Elektrode abspülen, zurück in die Messzelle einsetzen
Redox-Sensor kalibrieren
Elektrode aus der Messzelle nehmen, mit klarem Wasser abspülen
In Redox-Prüflösung (meist 465 mV oder 650 mV, je nach Hersteller) tauchen
Angezeigten Wert am Steuergerät auf den Sollwert der Lösung einstellen/bestätigen
Elektrode abspülen, zurück in die Messzelle einsetzen
Kurz-Hinweise dazu
Frische, nicht abgelaufene Pufferlösungen verwenden (alte Lösungen verfälschen die Kalibrierung)
Kalibrierung 1x pro Monat bzw. laut Herstellerintervall wiederholen
Selbst der neueste und beste Sensor nützt nichts, wenn keine frischen Kalibrierlösungen wie pH 7, pH 4 oder 475 mV verwendet werden – die Genauigkeit der Kalibrierung hängt (auch) direkt von der Qualität der Lösung ab - also nicht nur wenn dem verwendeten pH / Redox Sensor.
Geöffnete Flaschen halten meist nur 2–6 Monate – oft sogar deutlich weniger, wenn sie unsachgemäß verwendet werden. Ein häufiger Fehler: Beim Wechsel zwischen verschiedenen Lösungen (z. B. von pH 7 zu pH 4) wird der Sensor nicht kurz mit klarem Wasser abgespült. Dadurch gelangen Rückstände der einen Lösung in die andere Flasche und verunreinigen sie – die Lösung verliert ihre Genauigkeit, teils schon nach wenigen Anwendungen.
Cyanursäure aus Chlortabletten bindet einen Großteil des Chlors an sich und "versteckt" es quasi. Die Redoxsonde misst aber nur das wirklich freie, aktive Chlor – und das ist bei Cyanursäure viel weniger, als es scheint. Ergebnis: Die Redoxsonde zeigt ständig "zu wenig Chlor" an, obwohl eigentlich genug da ist – die Steuerung dosiert dann falsch oder ständig nach.
Anorganisches Chlor wie Natriumhypochlorid (Flüssigchlor) enthält keine Cyanursäure. Das komplette Chlor bleibt frei und aktiv, die Redoxsonde misst dadurch den echten Wert – die automatische Steuerung funktioniert zuverlässig.
Lösung bei betroffenem Wasser: Cyanursäure baut sich chemisch nicht ab – egal wie klein die Menge ist. Sie bleibt dauerhaft im Wasser und reichert sich mit jeder weiteren Zugabe (z. B. durch Chlortabletten) immer weiter an. Der einzige Weg, sie wieder loszuwerden, ist grundsätzlich der komplette Austausch des Wassers.
1. Dosieranlage ausschalten
Steuergerät und Dosierpumpen abschalten, damit während des Tausches nicht versehentlich dosiert wird
2. Wasserzufuhr zur Messzelle absperren
Falls vorhanden, Absperrhähne vor/nach der Durchflusszelle schließen, damit kein Wasser ausläuft
3. Alten Sensor ausbauen
Sensor vorsichtig aus der Messzelle/Halterung herausschrauben (meist Schraubgewinde oder Steckverbindung)
Kabel am Steuergerät abziehen (ggfs. auf Kabelbelegung/Anschlussnummer achten, ggf. Foto machen)
4. Neuen Sensor vorbereiten
Schutzkappe entfernen
Membran/Spitze kurz mit klarem Wasser abspülen
Bei manchen Sensoren: kurz in Aktivierungs-/Aufbewahrungslösung einweichen (Herstellerangabe beachten)
5. Neuen Sensor einbauen
In die Messzelle einschrauben/einstecken, auf festen, aber nicht zu festen Sitz achten (Dichtung nicht beschädigen)
Kabel am Steuergerät wieder korrekt anschließen
6. Wasserzufuhr wieder öffnen
Absperrhähne öffnen, Durchfluss durch die Messzelle sicherstellen
Kurz auf Dichtigkeit prüfen (keine Leckage am neuen Sensor)
7. Sensor kalibrieren
Neuen Sensor unbedingt mit frischen Pufferlösungen kalibrieren (z.B. pH7 und pH4 bzw. Redox-Kalibrierlösung)
Ohne Kalibrierung liefert auch ein neuer Sensor keine zuverlässigen Werte
8. Anlage wieder starten und beobachten
Dosieranlage einschalten, Werte in den ersten Stunden engmaschig kontrollieren, bis sich alles stabil eingependelt hat
Sichtprüfung – Risse, Ablagerungen, Kabelschäden checken
Reinigen – mit klarem Wasser von Belägen befreien
In Pufferlösung tauchen (pH 7 und pH4 bzw. Redox-Kalibrierlösung) – Anzeige muss sich schnell und stabil auf den bekannten Wert einpendeln
Reagiert träge/driftet/stimmt nicht → Sensor defekt oder verschlissen
Vergleichsmessung mit Teststreifen/Tropftest im Pool – große Abweichung = Sensor unzuverlässig
Mit einem Handmessgerät das eine 2-Punkt-Kalibrierung unterstützt, können bei pH Sensoren Nullpunkt und Steilheit anzeigt und somit die noch vorhandene Qualität des pH Sensors, insbesondere bei Sensoren die älter als 1-2 Jahre sind, überprüft werden.
Ein Freichlorsensor (auch "Chlorsensor" genannt) misst direkt und kontinuierlich die Konzentration des freien, aktiven Chlors (HOCl/OCl⁻) in mg/l im Wasser – im Gegensatz zur (indirekten) Redoxmessung, welche die allgemeine Oxidationsaktivität erfasst.
Ein Chlorsensor eignet sich daher besonders für Pools, die mit Chlortabletten/Cyanursäure arbeiten – die Steuerung bleibt zuverlässig, auch wenn CYA (Chlortabletten) im Wasser sind.
Zielwert für freies Chlor: 0,3 – 0,6 mg/l (Standardempfehlung für private Pools in Deutschland)
Der Gesamtchlor-Sensor erfasst die komplette im Wasser vorhandene Chlormenge (frei + gebunden) – die Differenz zum freien Chlor verrät dir den Chloramin-Gehalt und damit den tatsächlichen "Verschmutzungsgrad" des Wassers.
Guter, gesunder Zustand:
Freies Chlor: 0,3 – 0,6 mg/l (im Zielbereich)
Gebundenes Chlor (Chloramine): möglichst niedrig, unter 0,2 mg/l
Hinweis: Die Messung ist Pflicht bei öffentlichen Bädern und bei privaten Pools stellte sie eine sinnvolle, aber nicht zwingend notwendige Zusatzkontrolle dar.
pH-Wert
Zu niedrig: Hautreizung, Augenbrennen, Korrosion an Metall und Technik.
Zu hoch: Chlor wirkt kaum noch, Kalkablagerungen, trübes Wasser.
Freies Chlor
Zu niedrig: Algenbildung, Bakterienwachstum, Krankheitserreger im Wasser.
Zu hoch: Haut- und Augenreizung, Materialverschleiß, unangenehmer Geruch.
Redoxpotential
Zu niedrig: Unzureichende Desinfektion, auch wenn der Chlorwert selbst gut aussieht.
Zu hoch: praktisch kaum relevant, kommt selten vor.
Cyanursäure
Zu niedrig: Chlor baut sich durch UV-Licht sehr schnell ab.
Zu hoch: Chlor wird stark gebunden und wirkt kaum noch, die Redoxsteuerung wird unbrauchbar.
Gesamtalkalität
Zu niedrig: pH-Wert schwankt stark und lässt sich kaum stabil halten.
Zu hoch: pH-Wert lässt sich kaum noch senken, Trübung entsteht.
Calciumhärte
Zu niedrig: Wasser wird aggressiv und greift Material an.
Zu hoch: Kalkablagerungen, Trübung, verstopfte Düsen und Sensoren.
Salzgehalt (bei Elektrolyse)
Zu niedrig: Keine oder kaum Chlorproduktion.
Zu hoch: Korrosion an Metallteilen.
Kurz gesagt: Zu niedrige Werte führen meist zu Hygiene- und Desinfektionsproblemen, zu hohe Werte eher zu Reizungen, Materialschäden oder Kalk und Trübung.
Chlor (Flüssigchlor/Natriumhypochlorit) – zur Desinfektion Hinweis: Frisches Chlor (v. a. Flüssigchlor/Natriumhypochlorit) hat selbst einen stark alkalischen pH-Wert (oft über pH 11–13) und treibt den pH-Wert im Pool bei der Dosierung nach oben Auch andere Faktoren treiben den pH-Wert typischerweise nach oben:
Frisches Leitungswasser ist oft eher alkalisch
Photosynthese (Algen, auch minimaler Bewuchs) erhöht den pH-Wert
Verdunstung konzentriert Mineralien, die den pH-Wert anheben
Beton-/Putzbecken geben Kalk ab (alkalisch)
pH-Minus (meist Schwefelsäure) – da Chlor den pH-Wert nach oben treibt und ständig gegengesteuert werden muss
Seltener/nur bei Bedarf: pH-Plus – nur wenn der pH-Wert mal zu niedrig ist (kommt seltener vor)
1. Ursache grob einordnen
Grün = meist Algenbefall durch zu wenig Chlor, falschen pH-Wert oder ausgefallene Dosierung/Pumpe – Anlage kurz checken (läuft Pumpe? funktioniert Dosierung?)
2. pH-Wert zuerst prüfen und einstellen
Zielbereich 7,0–7,4 einstellen (pH-Minus/Plus)
Wichtig: Chlor wirkt bei falschem pH-Wert kaum, daher immer zuerst pH korrigieren
3. Filteranlage auf Dauerlauf stellen
Pumpe/Filter 24 Stunden am Tag laufen lassen, bis das Wasser wieder klar ist (nicht nur die normalen Zeiten)
4. Schockchlorung durchführen
Chlor stoßartig stark erhöhen (sogenanntes "Schocken"), deutlich über den Normalwert (je nach Produkt und Poolgröße laut Herstellerangabe – oft das 3–5-fache des Normalwerts)
Bei Salzelektrolyse: Produktionsleistung kurzzeitig auf Maximum stellen oder zusätzlich flüssiges/granuliertes Chlor von Hand zugeben (die Zelle allein schafft eine Schockung meist nicht schnell genug)
5. Algizid ergänzen (optional, beschleunigt den Prozess)
Spezielles Algenmittel nach Packungsanleitung zugeben, wirkt zusätzlich zum Chlor
6. Absaugen und bürsten
Beckenboden und -wände abbürsten, damit sich Algen lösen und nicht an Oberflächen "verstecken" (dort resistenter gegen Chlor)
Bodensatz absaugen (idealerweise direkt "zu Abfall", nicht über den Filter, um ihn nicht zu verstopfen)
7. Wasserwerte alle paar Stunden kontrollieren
Chlor- und pH-Wert regelmäßig nachmessen, Chlor ggf. nachdosieren, bis der Wert stabil im Zielbereich bleibt
8. Filter zwischendurch rückspülen
Bei sichtbarer Trübung/Verstopfung den Sandfilter rückspülen, damit die Filterleistung erhalten bleibt
9. Warten bis Wasser klar ist
Je nach Befallstärke dauert es 1–3 Tage, bis das Wasser wieder klar und blau ist – erst dann auf Normalbetrieb zurückstellen
Desinfektion (Basis)
Flüssigchlor (anorganisch) oder Chlorgranulat (unstabilisiert oder stabilisiert) – hält Bakterien und Algen in Schach
Bei Salzpools: Salzelektrolyse-Anlage übernimmt die Chlorproduktion automatisch
pH-Regulierung
pH-Minus und pH-Plus – Grundvoraussetzung, damit Chlor überhaupt richtig wirkt
Algenschutz
Algizid – vorbeugend regelmäßig oder als Soforthilfe bei Algenbefall
Flockmittel
Bindet feinste Trübstoffe zu größeren Partikeln, die der Filter besser abfangen kann – sorgt für klares, glasklares Wasser
Mechanische Reinigung
Poolsauger/Bodenreiniger (manuell, halbautomatisch oder Roboter) – entfernt Sedimente vom Boden
Kescher – für Blätter und groben Schmutz an der Oberfläche
Bürste – gegen Algen und Ablagerungen an Wänden/Boden, besonders in Ecken
Filteranlage
Sandfilter oder Kartuschenfilter – regelmäßig rückspülen bzw. reinigen, ist das "Herzstück" der Wasseraufbereitung
Abdeckung
Poolplane/Abdeckung – hält Schmutz, Laub und UV-Strahlung fern, reduziert Chlorverbrauch und Verdunstung
Regelmäßige Kontrolle
Testkoffer/Teststreifen oder Messgerät für pH, Chlor und CYA – das wichtigste "Werkzeug", um überhaupt zu wissen, was im Wasser passiert
pH-Wert
Frisches Chlor (treibt pH meist nach oben)
Regen (meist leicht sauer, senkt pH)
Badegäste (Schweiß, Kosmetik, Urin – senkt tendenziell pH)
Frisches Füllwasser
Photosynthese/Algen (erhöht pH)
Freies Chlor
Sonneneinstrahlung/UV-Licht (baut Chlor sehr schnell ab, v. a. ohne Cyanursäure)
Badegäste-Anzahl (organische Belastung verbraucht Chlor)
Wassertemperatur (wärmer = schnellerer Chlorverbrauch, mehr Algen-/Keimwachstum)
Regen/Frischwasser (verdünnt den Chlorwert)
pH-Wert (bei hohem pH wirkt Chlor deutlich schwächer)
Redoxpotential
Cyanursäure-Gehalt (bindet Chlor, senkt Redox trotz "genug" DPD-Chlor)
pH-Wert (hoher pH senkt auch die Redoxspannung)
Verschmutzung/organische Last (verbraucht Oxidationskraft)
Wassertemperatur
Cyanursäure
Nur durch Zugabe (Chlortabletten/-granulat) und Wasseraustausch beeinflusst – reagiert nicht auf andere Faktoren
Gesamtalkalität & Calciumhärte
Füllwasserqualität (Leitungswasser-Zusammensetzung)
pH-Korrekturmittel (können Alkalität mit verändern)
Verdunstung (konzentriert beide Werte über Zeit)
Kurz gesagt: Die drei größten "Störfaktoren" im Alltag sind Sonne/UV (Chlorabbau), Badegäste/organische Last (Chlorverbrauch, pH-Schwankung) und Cyanursäure-Anreicherung (verfälscht Redoxmessung dauerhaft).
Wo kommt der "Chlorgeruch" her?
Der stechende Geruch stammt nicht vom Chlor selbst, sondern von Chloraminen – das sind Verbindungen, die entstehen, wenn Chlor mit organischen Stoffen reagiert (Schweiß, Urin, Hautpartikel, Kosmetik der Badegäste).
Was sagt er Ihnen?
Starker Chlorgeruch = zu wenig freies Chlor, nicht zu viel! Das freie Chlor ist verbraucht/gebunden in Form von Chloraminen und kann nicht mehr richtig desinfizieren
Es ist ein Signal für unzureichende Wasserqualität, nicht für "zu viel Chlorpflege"
Wie kann man sich selber davon überzeugen, dass sich zu wenig "freies Chlor" im Wasser befindet?
1. Freies Chlor UND Gesamtchlor messen
Die meisten Tropftests/Teststreifen können beides: "freies Chlor" und "Gesamtchlor" (manchmal auch "gebundenes Chlor" separat)
Falls dein Test das nicht direkt anzeigt: Gebundenes Chlor = Gesamtchlor minus freies Chlor
2. Wert interpretieren
Ist das gebundene Chlor (Chloramine) höher als ca. 0,2–0,3 mg/l → das bestätigt die Chloramin-Theorie, das ist die Geruchsquelle
Ist gleichzeitig das freie Chlor niedrig (unter 0,3 mg/l) → passt genau zum stechenden Geruch
1. Richtigen Zeitpunkt wählen
Einwintern, bevor dauerhaft Frost droht (meist Wassertemperatur unter 10–15°C)
2. Wasserwerte final einstellen
pH-Wert auf 7,0–7,4 einstellen
Chlorwert leicht erhöhen (Winterchlorung), damit über die kalte Jahreszeit keine Algenbildung startet
Ggf. spezielles Winterpflegemittel/Algenschutzmittel zugeben (nach Herstellerangabe)
3. Grundreinigung
Pool gründlich absaugen und Wände/Boden abbürsten
Filter rückspülen bzw. gründlich reinigen
4. Dosieranlage stilllegen
Dosierpumpe(n) ausschalten und vom Strom trennen
Chemikalienbehälter (Chlor, pH-Minus/Plus) leeren oder an einem frostfreien, trockenen Ort lagern – Chemikalien nicht im Freien überwintern lassen
Dosierschläuche mit klarem Wasser durchspülen, damit keine Chemikalienreste kristallisieren oder die Schläuche angreifen
Ansaug-/Impfventile leeren und trocken lagern
5. Sensoren (pH/Redox) ausbauen
Elektroden aus der Messzelle nehmen
Vorsichtig reinigen (Kalk-/Belagreste entfernen)
Nicht trocken lagern! In spezieller 3M KCl Aufbewahrungs-/Elektrolytlösung
Frostfreie Lagerung der Sensoren über die Wintermonate
Bei Salzelektrolyse: Zelle ebenfalls ausbauen, reinigen (Kalkablagerungen entfernen) und trocken, frostfrei lagern
6. Pumpe und Filteranlage winterfest machen
Pumpe ausschalten, vom Strom trennen
Wasser komplett aus Pumpengehäuse, Filter und Rohrleitungen ablassen (Frostschutzschrauben/Ablassventile öffnen)
Filterkessel öffnen und Filtermedium (Sand/Glas) trocknen lassen bzw. je nach Material ggf. austauschen
Pumpe an einem frostfreien Ort lagern, falls möglich ausbauen
7. Rohrleitungen und Skimmer frostsicher machen
Restwasser aus allen Leitungen entfernen (ausblasen oder mit Frostschutzmittel für Pools befüllen, je nach System)
Winterstopfen/Blindstopfen in Skimmer und Düsen einsetzen, damit kein Wasser eindringt und gefriert
8. Wasserstand anpassen
Wasserstand leicht absenken (je nach Poolart, meist unter die Skimmerunterkante), damit Frostausdehnung dem Becken nicht schadet
Bei Folienbecken: Herstellerangaben beachten, manche benötigen vollen Wasserstand als Gegendruck
9. Poolabdeckung anbringen
Winterabdeckung/-plane über den Pool spannen – schützt vor Laub, Schmutz und UV-Strahlung, hält den Pflegeaufwand im Frühjahr gering
10. Auftriebskörper einsetzen (bei manchen Poolarten)
Bei Becken mit Eisdruckpolstern (z. B. Stahlwandbecken) diese ins Wasser hängen, um dem Eisdruck entgegenzuwirken
Die Dosierschläuche bzw. Schlauchkits Ihrer Dosierpumpe sollten alle 6–12 Monate ausgetauscht werden – abhängig davon, wie intensiv die Anlage genutzt wird.
Warum das wichtig ist:
Materialermüdung: Der Schlauch wird bei jeder Umdrehung der Pumpe zusammengequetscht – wie ein Gummiband, das ständig gedehnt wird, ermüdet er mit der Zeit und wird porös
Chemikalien greifen an: Chlor und pH-Mittel sind aggressive Stoffe, die das Schlauchmaterial von innen langsam angreifen und schwächen
Nachlassende Genauigkeit: Ein verschlissener Schlauch setzt sich mit der Zeit langsam zu – oft, ohne dass man es von außen sieht - dadurch fördert er weniger genau, was zu falscher Dosierung und damit zu falschen Wasserwerten führt
Rissgefahr: Ein zu lange genutzter Schlauch kann plötzlich reißen oder undicht werden – das bedeutet unkontrollierten Chemikalienaustritt und im schlimmsten Fall Schäden an der Anlage


